Lactat zur Unterstützung der Diagnose und Behandlung einer Sepsis
Lactat und PCT sind Marker zur Unterstützung der Diagnose und Behandlung einer Sepsis und eines septischen Schocks.
- Sepsis: Vermutete oder dokumentierte Infektion und ein akuter Anstieg von ≥ 2 SOFA-Punkten (stellvertretend für organische Dysfunktion)
- Septischer Schock: Sepsis mit Indikation für die Behandlung mit einem Vasopressor zur Steigerung des MAP auf ≥ 65 mmHg und des Lactatwerts auf > 2 mmol/l (18 mg/dl) nach adäquater Volumentherapie.
In der Notaufnahme ergänzen die gemessenen Lactatwerte die Ergebnisse anderer Tests wie PCT. Sie stellen so eine wichtige Hilfe für die Beurteilung des Schweregrades von bakteriellen Infektionen oder Pilzinfektionen dar. Zusammen sind sie ein wichtiges Mittel zur Beurteilung des Schweregrades einer Erkrankung.
Die Lactatwerte sollten innerhalb von drei Stunden nach Aufnahme des Patienten bestimmt werden. Bei erhöhten Lactatwerten wird in den Richtlinien der „Surviving Sepsis Campaign“ empfohlen, die Messung möglichst binnen sechs Stunden zu wiederholen.
Dies ermöglicht den unmittelbare Beginn und die Überwachung einer effektiven hämodynamischen Behandlung des septischen Patienten, durch die seine Überlebenschancen erheblich verbessert werden.[1–4]
Sepsis erkennen
Eine harmlose Infektion kann sich sehr schnell zu einer lebensbedrohlichen Sepsis
entwickeln. Eine sofortige Diagnose und der unmittelbare Beginn der Behandlung sind bereits in einem frühen Stadium zwingend erforderlich.
Die Diagnostik stellt bei Patienten mit Verdacht auf Sepsis eine sehr komplexe Herausforderung dar. Oft kommen Patienten mit Fieber, Kurzatmigkeit, niedrigem Blutdruck sowie einer hohen Puls- und Atemfrequenz in der Notaufnahme an – all das sind Symptome, die leicht mit anderen schweren Erkrankungen verwechselt werden können.
Eine frühe Diagnose und ein sofortiger Behandlungsbeginn erhöhen die Überlebenschancen bei einer Sepsis erheblich. Die klinische Bewertung allein ist oft nicht ausreichend für eine frühe Sepsisdiagnose.
PCT und Lactat sind gute Hilfsmittel für die Diagnostik und Behandlung einer Sepsis. Sie ergänzen die allgemeine klinische Beurteilung des körperlichen Zustands des Patienten.[1]
Was ist Lactat?
Lactat ist ein Stoffwechselprodukt der Glucose und wird bei mangelnder Sauerstoffzufuhr im Körpergewebe gebildet. Lactat wird normalerweise über Leber und Nieren ausgeschieden; die Lactatkonzentration im Blut nicht gestresster Patienten beträgt 1 – 1,5 mmol/l.
Bei kritisch kranken Patienten wie z. B. solchen, die einen Schock erlitten haben oder unter einer Hypoperfusion leiden, ist der Lactatwert allerdings oft auf über 2 mmol/l erhöht. Lactatwerte über 4 mmol/l erfordern eine sofortige Reanimation und Verlegung auf die Intensivstation.
Erhöhte Lactatwerte sind ein Anzeichen für ein Ungleichgewicht und werden im Falle einer Sepsis mit einer erhöhten Sterblichkeit assoziiert.[5,6]
Die Bedeutung der Lactatbestimmung für die Sepsisdiagnose
Patienten mit erhöhten Lactatwerten sind schwer krank und bedürfen einer sofortigen, effektiven Behandlung. Lactatwerte liefern nützliche Informationen zur Progression der Erkrankung sowie zur Effizienz der Behandlung.
Für Patienten, bei denen bereits der Verdacht auf eine Sepsis besteht, liefert die Lactatbestimmung nützliche Informationen zum Schweregrad der Erkrankung und unterstützt die Überwachung des Krankheitsverlaufs.[2]
Erfahren Sie mehr
Erfahren Sie mehr über die kosteneffiziente Lactatbestimmung oder die Rolle von PCT zur Unterstützung der Sepsisdiagnose.
Besuchen Sie acutecaretesting.org und informieren Sie sich in wissenschaftlichen Artikeln über die Sepsisdiagnose.
Referenzen
- Singer M, Deutschman CS, Seymour CW et al. The Third International Consensus Definitions for Sepsis and Septic Shock (Sepsis-3). JAMA 2016; 315,8: 801-10
- Freund Y et al. Serum lactate and procalcitonin measurements in emergency room for the diagnosis and risk-stratification of patients with suspected infection. Biomarkers 2012; 17 (7): 590-596
- Dellinger RP, Levy MM, Rhodes A et al. Surviving sepsis campaign: International guidelines for management of severe sepsis and septic shock: 2012. Crit Care Med 2013; 41: 580-637
- Riedel S, et al. Procalcitonin as a marker for the detection of bacteremia and sepsis in the emergency department. Am J Clin Pathol 2011; 135:182-89
- Corina Seeger et al. Acute care testing handbook 2014
- Andersen et al. Etiology and therapeutic approach to elevated lactate. Mayo Clin Proc. 2013; 88(10): 1127-1140
Auf dieser Website werden Cookies verwendet
Verwendung von CookiesBitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein
Wir senden Ihnen in Kürze eine E-Mail-Einladung, damit Sie sich mit Microsoft Azure AD anzumelden können
Es scheint, dass Ihre E-Mail nicht bei uns registriert ist
Bitte klicken Sie "Einladung annehmen" in der E-Mail um den Registrierungsprozess abzuschließen
Aufgrund eines Kommunikationsfehlers konnten wir Ihre Anfrage nicht bearbeiten
Radiometer nutzt Microsoft AZURE Active Directory, um Kunden und Partnern sicheren Zugriff auf Dokumente, Ressourcen und andere Services in unserem Kundenportal zu bieten.
Wenn Ihre Organisation bereits AZURE AD verwendet, können Sie mit denselben Zugangsdaten auf das Kundenportal von Radiometer zugreifen.
Die wichtigsten Vorteile3>
- Ermöglicht die Verwendung vorhandener Active Directory-Anmeldedaten
- Benutzerfreundliches Single-Sign-On-Verfahren
- Dieselben Anmeldedaten für den Zugriff auf künftige Dienste verwenden
Zugriff beantragen
Sie erhalten per E-Mail eine Einladung zum Zugriff auf unsere Dienste, wenn Ihre Anfrage genehmigt wurde.
Wenn Sie die Einladung annehmen und Ihre Organisation bereits AZURE AD verwendet, können Sie mit denselben Zugangsdaten auf das Kundenportal von Radiometer zugreifen. Andernfalls wird automatisch ein Konto für Sie erstellt.
